Die Theodor-Fontane-Schule in Cottbus erhält als 52. Schule im Land Brandenburg den Titel „Schule OHNE Rassismus – Schule MIT Courage". Bildungsministerin Martina Münch übernimmt die Patenschaft für die Gesamtschule und gratuliert zu diesem Schritt: „Schulen sind zentrale Orte für unsere Gesellschaft bei der Auseinandersetzung mit Intoleranz, Fremdenfeind­lichkeit, Ausgrenzung und Gewalt. In diesem Kontext setzen „Schulen OHNE Rassismus – Schulen MIT Courage" besondere Akzente", so Münch. „Ich freue mich, dass es im Land Brandenburg immer mehr Schulen mit diesem Titel gibt und übernehme gern die Patenschaft für die Fontane-Schule."

Die Fontane-Schule hat im vergangenen Jahr den ersten „Cottbuser Toleranzpreis" des Aktionsbündnisses „Cottbuser Aufbruch" erhalten. Sie ist die zweite Schule, für die Bildungsministerin Martina Münch die Patenschaft übernommen hat. Seit Februar 2011 ist Münch bereits Patin des Niedersorbischen Gymnasiums in Cottbus.

Die Idee einer „Schule OHNE Rassismus – Schule MIT Courage" wurde anlässlich des Erstarkens rechtsradikaler Parteien 1988 von Schülerinnen und Schülern sowie Jugendarbeitern in Belgien entwickelt und ist mittlerweile in mehreren europäischen Ländern verbreitet. Im Land Brandenburg koordinieren die Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA Brandenburg) das Projekt „Schulen OHNE Rassismus – Schule MIT Courage". Der Titel wird hier seit 1998 vergeben.

 

Mitinitiator des Projektes für die Theodor-Fontane-Schule war Robert Reinicke (Vorsitzender der Jusos Cottbus). Robert betonte, dass es sich bei dem Titel um eine Verpflichtung handelt, in der Zukunft regelmäßig dafür zu arbeiten. ,,Als Jugendorganisation, die sich gegen jegliche Form von Gewalt stellt, begrüßen wir als Jusos es sehr, dass die Theodor-Fontane Schule diesen Titel zugesprochen bekommen hat. Die Schule ist nun aufgefordert, weitere Projekte zu initiieren und sich auch außerhalb des schulischen Geländes mit demokratischen und friedvollen Gegnern von Gewalt zu solidarisieren. Als Cottbuser Jusos sind wir offen für eine projektbezogene Zusammenarbeit.", so Robert Reinicke.